Der Holtzbrinck-Verlag hat mit der Einstellung des Berliner «Tagesspiegels» gedroht, falls die geplante Übernahme der «Berliner Zeitung» scheitert. «Dann wird dem Tagesspiegel die letzte Perspektive genommen», sagte Verleger Stefan von Holtzbrinck am Dienstag bei einer Anhörung in Berlin. «Es bleibt uns nichts anderes übrig, als ihn einzustellen.» Alle Einsparmöglichkeiten in Redaktion und Vertrieb seien bereits ausgeschöpft. Insgesamt stünden beim «Tagesspiegel» rund 300 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Im Gegenzug hat auch der Axel-Springer-Verlag bereits damit gedroht, seine beiden Zeitungen «Die Welt» und «Berliner Morgenpost» einzustellen, falls die Übernahme erlaubt wird.
Dienstag
22.04.2003