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Montag
14.04.2003

Nach jahrelanger vergeblicher Suche nach einem finanzstarken Investor hat der deutsche Grundig-Konzern Insolvenz angemeldet. Das hoch defizitäre Traditions-Unternehmen beschäftigt noch ganze 3 500 von ehemals 38 000 Mitarbeitenden. Der Konzern ist nur noch ein Schatten seiner selbst. «Wir haben Antrag auf Insolvenz gestellt», sagte Grundig-Finanzchef Günter Moissl am Montag zu Reuters. Weitere Angaben machte er nicht. Ein Sprecher der Nürnberger Justiz bestätigte den Eingang des Antrags. Mit dem türkischen TV-Geräte-Hersteller Beko war am vergangenen Montag der zweite potenzielle Käufer innerhalb eines guten Monats abgesprungen. Finanzkreisen zufolge hatten die Geld gebenden Banken zu Wochenbeginn entschieden, bestehende Kredite nicht weiter zu verlängern. Mehrfach stand das Unternehmen in der Vergangenheit vor dem Konkurs. Stets konnte dann noch in letzter Minute eine rettende Lösung gezimmert werden. Doch das ist nun Geschichte. Siehe auch: Schock für Grundig: Insolvenz?