Die auch in der Schweiz mit grossem Publikumserfolg laufende Komödie «Good Bye, Lenin!» geht mit insgesamt sechs Nominierungen als grosser Favorit in das Rennen um den Deutschen Filmpreis 2003. Mehr als 4,7 Millionen Deutsche haben die Mauerfall-Satire von Wolfgang Becker bislang gesehen. Die Geschichte dreht sich um eine Frau, die nach einem Infarkt ins Koma fällt, und deren Angehörige es aus Angst vor gesundheitlichen Folgen nicht wagen, ihr zu sagen, dass die DDR untergegangen ist. Daraus entwickeln sich tolldreiste Szenen bis hin zur Behauptung, der ostdeutsche Staat werde zur Zufluchtsstätte von Zehntausenden von Wessies.
Mit vier Nominierungen für den Filmpreis folgt die Ost-West-Grenzgeschichte «Lichter» von Hans-Christian Schmid. In der Kategorie «Bester Film» gehen insgesamt sechs Regiearbeiten an den Start. Neben «Good Bye, Lenin!» und «Lichter» gehören dazu auch «Nackt» von Doris Dörrie, «Solino» von Fatih Akin, «Elefantenherz» von Züli Aladag und «Pigs Will Fly» von Eoin Moore. Als beste Kinder- und Jugendfilme konkurrieren «Das fliegende Klassenzimmer» von Tomy Wigand und «Bibi Blocksberg» von Hermine Huntgeburth. Als bester Dokumentarfilm gehen «Rivers and Tides» über den Naturkünstler Andy Goldsworthy (Regie Thomas Riedelsheimer) und «Soldatenglück und Gottes Segen» über Bundeswehrsoldaten im Kosovo (Regie Ulrike Franke/Michael Loeken) ins Rennen.
Sonntag
13.04.2003