Am Donnerstag trifft sich der Verlegerverband und Medienvertreter im Zürcher Aura zur alljährlichen Dreikönigstagung.
Am Vortag machten bereits die Ergebnisse einer neuen Medienstudie die Runde. Demnach soll die Mediennutzung in der Schweiz bis 2035 weiter zurückgehen und sich noch mehr in die Digitalwelt verlagern. Der Klein Report wiederholt – bis 2035. Und auch die Plattformen und KI-Anbieter werden die Mediennutzung stärker prägen.
Das sind zumindest die Hauptergebnisse der neuen 80-seitigen Studie «Mediennutzung 2035 – Studie zur Zukunft der Informationsmedien», die das Forschungszentrum Öffentlichkeit und Gesellschaft (fög) der Universität Zürich erarbeitet hat. Dazu wurden 15 Interviews mit Personen aus der Wissenschaft und der Medienwelt geführt.
Der «Vertrauens-Gap», wie die Studienautoren es nennen, zwischen journalistischen Medien und Tech-Plattformen werde sich weiter vergrössern, wovon die journalistischen Anbieter in Sachen Glaubwürdigkeit profitieren würden.
Allerdings werde in Zukunft der journalistische Inhalt immer häufiger kommerziell genutzt, ohne dass Medienhäuser damit Reichweite erzielten, geschweige denn Erlöse erwirtschafteten. So lautet eine der düsteren Prognosen, die die Studienautoren «Zero-Click»-Effekte nennen.
Eine «rein marktwirtschaftliche Finanzierung» des Journalismus genüge «unter diesen Bedingungen» nicht, kommt die vom Verlegerverband geförderte Studie zum Schluss. Will heissen aus Sicht des fög: Mehr Subventionen müssen her.
Eine Idee für mehr Reichweite ist das Bündeln mehrere Medienangebote auf einer Plattform, also eine Art «Spotify für Journalismus».




