Die Westschweizer Verlagsgruppe Edipresse ist neben Ringier und Tamedia ein weiteres grosses Schweizer Verlagshaus, welches das schwierige Jahr 2002 mit schwarzen Zahlen abschliessen konnte. Einzig die NZZ-Gruppe hatte vergangene Woche einen Verlust von 50 Mio. Franken bekannt geben müssen. Edipresse hat im Geschäftsjahr 2002 einen nahezu unveränderten Reingewinn von 30,43 (Vorjahr: 30,01) Mio. Franken erzielt. Der Umsatz sank dagegen leicht von 714,59 Mio. auf 705,76 Mio. Franken. Der Rückgang sei vor allem auf sinkende Werbeeinnahmen zurückzuführen, teilte Edipresse am Dienstag in einem Communiqué mit. Die Erträge aus dem Einzelverkauf und aus dem Druckereigeschäft hätten dagegen zugenommen. Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Amortisationen (EBITDA) stieg deutlich auf 76,16 (67,98) Mio. Franken. Der Cash Flow kletterte von 49,83 Mio. auf 60,77 Mio. Franken. Vom Gesamtumsatz von 714,59 Mio. Franken erzielte Edipresse 451,23 (479,83) Mio. Franken in der Schweiz. Das in acht europäischen Ländern tätige Lausanner Verlagshaus erzielt knapp 64% des Umsatzes in der Schweiz. Im grössten Bereich Anzeigen setzte Edipresse 357,85 (378,62) Mio. Franken um. Dahinter folgten der Einzelverkauf mit 163,55 (152,10) Mio. Franken und das Druckgeschäft mit 102,25 (100,54) Mio. Franken.
Prognosen für das laufende Jahr seien aufgrund der Volatilität des konjunkturellen Umfelds schwierig, teilte Edipresse weiter mit. Es müsse auf jeden Fall mit einem weiteren Rückgang der Werbevolumina und einem zunehmenden Wettbewerbsdruck gerechnet werden. Weitere Anstrengungen zur Kostensenkung seien erforderlich. Angesichts der Übernahmepolitik der Gruppe dürfte der Umsatz 2003 aber um rund 100 Mio. Franken zunehmen, heisst es weiter in der Medienmitteilung.
Dienstag
15.04.2003