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Dienstag
22.04.2003

Die Walliser Gemeinde Ayent will die Publikation eines Romans verbieten, der auf geschichtlichen Fakten beruht. Der Gemeinde missfällt das Manuskript einer von ihr finanzierten historischen Recherche. Der Text sei der Gemeinde zu lang und unverdaulich, erklärte Autor und Soziologe Gabriel Bender am Dienstag an einer Medienkonferenz. Nun wolle er das Buch selbst herausbringen, jedoch die Bezüge zur Gemeinde Ayent streichen sowie die Namen ändern. «Obwohl die Fakten auf der Realität basieren, handelt es sich um eine rein fiktive Geschichte, die sich irgendwo abspielen könnte», sagte Bender. Die Gemeinde hat dennoch einen Antrag für eine superprovisorische Verfügung deponiert, um das Erscheinen des Romans zu verhindern. Weder die Gemeindebehörden noch deren Anwalt wollten am Dienstag zum Vorfall Stellung nehmen. Laut Bender liegt noch kein gerichtlicher Entscheid vor. Zudem hätten die Gemeindebehörden die abgeänderte Version des Werks noch nicht gelesen. Das Buch soll ab Freitag in den Verkauf kommen.