Einige Bundesländer wollen Telefon-Gewinnspiele im Fernsehen verbieten. Das sieht nach einem Bericht der «Süddeutschen Zeitung» ein Gesetzesentwurf vor, über den die Ministerpräsidenten im Juni beraten wollen. Demnach soll das Lotto-Gesetz, dem die Glücksspiele unterstehen, neu geregelt werden. Untersagt werden sollen «interaktive Glücksspiele» insbesondere im Internet, aber auch im Fernsehen oder per SMS. Der Entwurf sehe vor, telefonische Gewinnaktionen im Fernsehen generell zu verbieten. Das wäre das Aus für Spiele, bei denen die Zuschauer für ein Autogramm oder auch für eine Weltreise gebührenpflichtige Nummern wählen müssen, die etwa mit 0190 oder 01379 beginnen.
Eine solche Regelung träfe vor allem die Privatsender, aber auch auch ARD und ZDF. Am härtesten könnte es den Münchner Mitmachkanal Neun live treffen, der fast ausschliesslich von den Anrufen der Zuschauer lebt. bereits jetzt wehren sich die privaten TV-Sender in Deutschland. Ein RTL-Sprecher: «Sollte diese Entwicklung einsetzen, wird der Weg in die digitale und interaktive Zukunft verbaut.»
Montag
21.04.2003