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Dienstag
06.11.2001

Die Wahlkampagne in New York endete Montag Nacht (Ortszeit) schmutzig. Die beiden Bürgermeister-Kandidaten, der Demokrat Mark Green und der Republikaner Mike Bloomberg, wühlten tief im Dreck. Green unterstellte seinem Gegner, eine Mitarbeiterin sexuell genötigt zu haben. Bloomberg seinerseits schlug mit dem Vorwurf zurück, Green habe einen Mitarbeiter lateinamerikanischer Herkunft diskriminiert. Bis in die letzten Stunden beschimpften sich beide gegenseitig in Werbevideos. Bloomberg bezeichnete Green nicht nur als Rassisten sondern auch als Stalinisten. Ausserdem zeigte er einen TV-Spot in dem sich Demokraten angeblich über Green abfällig äusserten. Gemeint waren aber andere Personen. Das sei zusammengeschnitten worden «damit die Botschaft besser zum Ausdruck kommt», sagte der Gründer des internationalen Medienkonzerns Bloomberg. Welcher Kandidat siegreich aus der Dreckschleuder hervorgeht zeigt sich heute Dienstag nach Schliessung der Wahllokale um 21 Uhr in New York.