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Sonntag
06.04.2003

Dem deutschen Privatfernsehsender «Neun Live» steht eine Klage ins Haus. Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Betrugsverdachts. Die Behörde untersucht, ob Anrufer auch für Telefonanrufe zahlen mussten, bei denen gar keine Verbindung zustande kam, wie der «Spiegel» in seiner neusten Ausgabe schreibt.

Brisant: Es stellt sich die Frage, ob das Besetztzeichen, das die Anrufer hörten, nicht von der deutschen Telekom, sondern bereits von Telefonleitungen von «Neun Live» stammten. Käme das Zeichen von «Neun Live», dann kassierte der Sender bereits mit. So wäre ohne Wissen des Anrufers ein kostenpflichtiger Anruf zu Stande gekommen. Der Münchner Sender, der sich vor allem durch Anrufe von Zuschauern bei Quizsendungen finanziert, bestreitet gemäs «Spiegel», dass Besetztzeichen tarifiert worden seien.