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Montag
16.09.2002

Die Talfahrt im Inserategeschäft geht weiter: Auch im August sind die Anzeigenvolumen bei der Schweizer Presse ernüchternd und enttäuschend verlaufen. Was die Stelleninserate betrifft, ist die Lage sogar nahezu dramatisch. Allein die Zeitungen verbuchten gegenüber dem Vorjahresmonat Juli einen Rückgang des Inseratevolumens um 13,2% auf 11 781 Seiten. Dabei gingen die Stelleninserate um ganze 30,5% zurück, beinahe ein Drittel weniger als im Juli. Die Zeitungen im Tessin hat es mit einem Rückgang des Inseratevolumens von 22,4% besonders hart getroffen, gefolgt von den Deutschschweizer Zeitungen mit einem Minus von 13,6%, während der Inseratemarkt in der Romandie um 9,6% einbrach. Alarmierend ebenso das Minus bei den Schweizer Wochenzeitungen: es beträgt 19,4%. Auch bei den Gratiszeitungen lag der Rückgang um 11,1% unter dem Wert vom Juli. Ähnlich gestaltet sich die Situation bei den Zeitschriften: Mit 1 983 Inserate-Seiten verzeichneten sie 14% weniger Anzeigen als im Vorjahr. Im Gegensatz dazu haben die «Special-Interest Fachzeitschriften» mit einem Plus von 6,8% zugelegt. Aufs Jahr hochgerechnet liegt das Inseratevolumen bei den Zeitungen um 14,1% unter dem Vorjahreswert. Bei den Zeitschriften beträgt das Minus von Januar bis August 2002 gegenüber der Vorjahresperiode 4,5 Prozent, wie die Wemf und der Verband Schweizer Werbegesellschaften VSW am Montag in einer Pressemeldung mitteilen.