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Freitag
31.03.2017

Medien / Publizistik

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Der rückläufige Printwerbemarkt ist das grosse Sorgenkind der AZ Medien: Deswegen sollen das Digitalgeschäft und der TV-Bereich, der zuletzt mit TV25 weiter ausgebaut wurde, in die Bresche springen. Aber wie erfolgreich sind Watson und Co. wirklich?

Digitalgeschäft und TV-Bereich hätten sich im letzten Jahr «positiv entwickelt», gibt sich Monica Stephani, Leiterin Unternehmenskommunikation der AZ Medien, eher unverbindlich gegenüber dem Klein Report. «Beide Bereiche wurden im vergangenen Jahr ausgebaut», sagt sie weiter.

Welche konkreten Produkte im Portfolio sich positiv oder negativ entwickelt haben, will man bei den AZ Medien erneut nicht verraten. So bleibt auch die Frage, ob es die vor nun drei Jahren gestartete Onlinezeitung Watson unterdessen in die schwarzen Zahlen geschafft hat, offen: «Watson befindet sich weiterhin in der Wachstumsphase und wir investieren in diverse Massnahmen», so Monica Stephani.

Die AZ Medien wollen Watson also weiterhin Zeit geben, um profitabel zu werden. «Die Entwicklung stimmt und wir sind zuversichtlich, dass die gesteckten Ziele bis 2019 erreicht werden», erklärt Stephani dem Klein Report.

Mit TV25 lancierte die Mediengruppe zuletzt ein weiteres, neues Produkt. Wie wird der Start beurteilt? «TV25 ist in 2016 gut gestartet und ergänzt unser Senderportfolio ausgezeichnet», heisst es erneut eher vage. Man wolle in TV24 und TV25 «weiter investieren, wie zuletzt in grössere Sportereignisse sowie erstklassige Spielfilme, um unser TV Geschäft insgesamt weiter auszubauen», sagt die Medienverantwortliche.

Klar ist, dass die Produkte aus dem TV und Digital-Bereich weiter zulegen müssen, um erneute Umsatzrückgänge im Print zu kompensieren: «Der Markt bleibt schwierig und insbesondere im Printbereich rechnen wir mit weiteren Umsatzrückgängen», erläutert Stephani. Über die Gesamtentwicklung könne man derzeit aufgrund des breiten Portfolios aber noch keine Aussage treffen.

So oder so bleibe Kostendisziplin auch in Zukunft wichtig. Gleichzeitig gelte es, weiter in die Digitalisierung und in die elektronischen Medien zu investieren. «Auf der anderen Seite werden wir aber auch Investitionen in anderen Bereichen tätigen, wie z.B. in die Modernisierung unserer Akzidenzdruckerei Vogt Schild Druck», sagt Monica Stephani.