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Dienstag
15.04.2003

Die Auflagenzahlen der deutschen Magazine wie «Der Spiegel», «Stern» und «Focus» haben sich im ersten Quartal 2003 stabilisiert. Die Entwicklung bei den überregionalen deutschen Tageszeitungen ist im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Vorjahres hingegen weiter rückläufig. Das geht aus den am Montag veröffentlichten Zahlen der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) für das erste Quartal 2003 hervor, wie die deutsche Nachrichtenagentur dpa am Dienstag festhielt.

Den grössten Sprung machte im Segment der aktuellen Magazine die Hamburger Illustrierte «Stern» mit einem Plus von 9,7% (1,141 Millionen) und überholte damit den «Spiegel», der seinerseits um 5,5% auf 1,123 Millionen verkaufte Exemplare zulegte. Der «Focus» gewann 2,9% (knapp 791 000) hinzu. Leichte Verluste musste die «Bild am Sonntag» (-1,3 Prozent) auf 2,193 Millionen hinnehmen. Auch die «Bunte» (-1,8% auf 759 000) verlor etwas, während das Konkurrenzblatt «Gala» 6,3% (auf 344 000) gewann.

Die überregionalen deutschen Tageszeitungen konnten sich noch nicht so recht erholen. Den grössten Einbruch verzeichnete «Die Welt» mit einem Minus von 10,5% (209 000). Die «Bild»-Zeitung rutschte mit 3,976 Millionen Exemplaren (-2,6%) unter die 4-Millionen-Marke, die «Süddeutsche Zeitung» um 2% auf knapp 430 000. Die «Frankfurter Rundschau» sackte um 1,2% auf knapp 186 000 ab.

Auf dem Weg nach oben sind die täglichen Wirtschaftstitel wie die «Financial Times Deutschland» (+12,5% auf mehr als 90 000) sowie das «Handelsblatt» (+2,6% auf 145 000). Die Wirtschaftsmagazine verzeichneten unterschiedliche Entwicklungen. Die «Wirtschaftswoche» gewann 6,4% (auf 196 000) und «Capital» 2,2% (auf 221 500). Dagegen mussten das «Manager Magazin» 7,1% (auf 120 000) und «Euro am Sonntag» 11% (auf 126 000) abgeben. Finanz-Fachblätter wie «Börse Online» (-22,6% auf 133 000) und «Der Aktionär» (-29,3% auf 35 600) mussten wiederum zweistellige Verluste einstecken.