Nach der Tötung seines Bagdad-Korrespondenten durch eine US-Bombe will der katarische Fernsehsender Al Jazeera alle seine Journalisten aus Irak abziehen. Chefredaktor Ibrahim Hilal sagte am Dienstag, er halte alle Mitarbeiter in Irak für gefährdet, auch diejenigen, die bei den US-Truppen «eingebettet» seien. Der Al-Jazeera-Korrespondent, der mit den US-Soldaten in Nassirijah unterwegs war, sei bereits abberufen worden. In Bagdad seien die Reporter des Senders in einem Kampfgebiet eingeschlossen. Die alliierten Soldaten sollten dabei helfen, sie ausfindig zu machen und aus der Hauptstadt herauszubringen. Der Al-Jazeera-Journalist in Mossul, der zuletzt aus einem Spital in der nordirakischen Stadt gesendet habe, wurde von der Spitalleitung zum Verlassen des Gebäudes aufgefordert. Nach dem Tod von Tarek Ajub in Bagdad sei die Meinung weit verbreitet, alle Al-Jazeera-Mitarbeiter seien nunmehr Ziele der USA, sagte Hilal. Vergleiche auch Irak-Krieg: Im Krieg der Medien
Mittwoch
09.04.2003