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Freitag
11.04.2003

Die Aargauer Regierung kritisiert den «ehrgeizigen Fahrplan» der Schweizer Radio- und Fernsehgesellschaft SRG zur Einführung von digitalem Fernsehen in der Schweiz bis spätestens 2020. In ihrer am Freitag veröffentlichten Stellungnahme zuhanden des Bundesamts für Kommunikation (Bakom) schreibt der Regierungsrat, es sei «durchaus eine gemächlichere Gangart» möglich, was erlaube, die nötigen Investitionen auf einen längeren Zeitraum zu verteilen. Als weiteren Grund nennt die Regierung die «Versäumnisse, die bei der Vorbereitung und Erteilung der Mobilfunk-Konzessionen» geschehen seien. Die Auswirkungen der nichtionisierenden Strahlung seien damals ungenügend abgeklärt worden. Dies dürfe sich durch die erhöhten digitalen Sendeleistungen «nicht wiederholen», betont die Regierung. Ebenfalls sei die Behörde «aus medienpolitischen Gründen dagegen, dass die SRG alleinige Nutzniesserin dieser ersten digitalen Senderkette sein soll». «Wichtiger als ein beschleunigter Ausbau im Bereich Fernsehen», so die Aargauer zum Schluss, sei im Übrigen die Sicherung und Verbesserung des Radioempfangs.