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Donnerstag
10.04.2003

Das Schweizer Fernsehen DRS hat am Donnerstag ein Buch zu seinem 50-Jahr-Jubiläum präsentiert. In zwei Dutzend Beiträgen wird darin zwar auch zurückgeschaut, der Band will aber vor allem die Diskussion anregen. «Kein Jubiläumsbuch, sondern ein Informations- und Diskussionsbuch», charakterisiert der Ende Jahr zurücktretende TV-Direktor Peter Schellenberg den Jubiläumsband. 25 Autorinnen und Autoren schreiben zu Themen rund um das Spannungsfeld Fernsehen und Gesellschaft. «Zum Fernseh`n drängt, am Fernseh`n hängt doch alles», lautet der selbstbewusst-ironische Untertitel.

Zu Wort kommt, wer im Zusammenhang mit dem Schweizer Fernsehen und dessen Entwicklung und Zukunft Rang und Namen hat(te). Medienminister Moritz Leuenberger stellt zu Beginn die kritische Frage: «Ist Fernsehen kommunikativ?» Medienwissenschaftler wie Roger Blum, Otfried Jarren und Heinz Bonfadelli beschäftigen sich ebenfalls mit der gesellschaftlichen Relevanz des Bildmediums. Der frühere TV-Direktor Guido Frei beschreibt den Kampf von SF DRS um publizistische Unabhängigkeit in den 60er- und 70er-Jahren, der frühere Chefredaktor Peter Studer beleuchtet den Wandel des publizistischen Selbstverständnisses von TV-Journalisten. Der Ex-Politmoderator Anton Schaller thematisiert den oft geplatzten «Traum, in der Schweiz kommerzielles Fernsehen zu machen».