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Freitag
25.09.2009

Der rote Teppich vor dem Zürcher Corso war am Donnerstagabend fast so lang wie die illustre Gästeliste, angefangen bei Zürichs Stadtpräsidentin Corine Mauch und dem behördlichen Filmdirigenten Nicolas Bideau über Regisseure (Markus Imboden, Christoph Schaub u. a.) und Schauspielern wie Sabine Schneebeli, Melanie Winiger (samt Ehemann und Rapper Stress), Viktor Giacobbo und Mike Müller bis zu Entertainer und Kulturtäter wie Frank Baumann, Baschi, Eva Camenzind oder Sandra Studer. Das 5. Zurich Film Festival feierte Eröffnung. Klein-Report-Mitarbeiter Rolf Breiner sprach am Morgen nach dem Filmfestivalbeginn mit der Co-Organisatorin Nadja Schildknecht.

Zur Premiere des Films «Lila, Lila» am Donnerstag kamen viele Prominente. Haben Sie jemanden schmerzlich vermisst?
Nadja Schildknecht:
Eigentlich nicht. Karl Spoerri und ich freuen uns über jeden, der gekommen ist. Ich hoffe, dass der Abend gefallen hat.

Konnten Sie die Opening Night richtig geniessen?
Auf Karl Spoerri und mir liegt ein riesiger Erwartungsdruck. Nachdem ich meine kleine Rede gehalten habe, konnte ich den Festivalstart aber schon ein bisschen geniessen. Ich habe viele Stimmen gehört, denen der Film gefallen hat. Ich hoffe, es läuft weiter so und es gibt volle Kinosäle, denn jeder Festival-Film verdient eine grosse Aufmerksamkeit.

Wohin steuert das Filmfestival Zürich?
Ich habe ja etwas ironisch vom Fünf-Jahr-Jubiläum gesprochen. Das Festival ist freilich noch sehr jung, auch wenn die Entwicklung rasant war. Wir müssen weiterwachsen.

Wachsen in welche Richtung?
Wachsen heisst nicht immer: Noch mehr Stars und noch mehr Filme. Ich meine ein inhaltliches Wachstum, dies geschieht langsam und nur mit Vertrauen von den Verleihern und Filmemachern. Karl Spoerri organisierte dieses Jahr das erste Mal den Branchentag. Auch die Masterclass findet immer mehr Anklang bei den angehenden Filmemachern, was für das Festival und dessen Kern, das Fördern von jungen Talenten, von grosser Wichtigkeit ist.

Wie geht es weiter?
Jetzt ist erst mal dieses Festival angesagt, und danach evaluieren wir alles um zu sehen, wo wir uns verbessern können.

Wie ist es um Ihren Gemütszustand jetzt bestellt?
Ich fiebere jeden Tag den Vorstellungen entgegen und bin erst am späten Abend glücklich, wenn hoffentlich die Kinosäle voll waren und die Leute begeistert sind vom Festival.

Am Sonntag ist Roman Polanski angekündigt.
Ja, und ich freue mich, ihn bald persönlich begrüssen zu dürfen.

Und «Easy Rider» Peter Fonda?
Er kommt am Mittwoch, den 30. September, nach Zürich und macht vor Filmbeginn einen exklusiven Ride für die Organisation MSF.

Mehr zum jungen Filmfestival: : Zurich Film Festival: «Die Sponsoren stehen hinter uns» und Zurich Film Festival: Wettbewerbe, Master Class und Nightlife

Filme des Klein Reports vom 62. Filmfestival von Locarno: Nicolas Bideau und Marco Solari im Interview: http://www.kleinreport.ch/video/locarno-2009 und: Die Schweizer Filmer sagen, weshalb sie sauer sind: http://www.kleinreport.ch/video/locarno-2009-couchpain/ sowie Frédéric Maire im Gespräch: http://www.kleinreport.ch/video/locarno-2009-maire/