Vom 14. bis zum 25. Mai findet das 56. Cannes-Festival um die begehrte Goldene Palme statt. Die Jury unter dem Vorsitz von Patrice Chéreau muss sich zwischen Werken zahlreicher Starregisseure entscheiden, darunter Clint Eastwood, Lars von Trier, Peter Greenaway und François Ozon. Im Wettbewerb werden 20 Beiträge gezeigt, darunter «Mystic River» von Clint Eastwood, «Dogville» von dem Dänen Lars von Trier und «Swimming Pool» von François Ozon. Erstmals seit vielen Jahren ist die Schweiz wieder im Wettbewerb vertreten: «Ce jour-là» des chilenischen Regisseurs Raoul Ruiz läuft als Schweizer Beitrag. Der Film, eine minoritäre Koproduktion der Schweiz mit Frankreich, wurde zu grossen Teilen im Waadtland gedreht. «Ce jour-là» sei eine Art Hommage an Friedrich Dürrenmatt, dem Ruiz sehr verbunden sei, sagte die Schweizer Koproduzentin Patricia Plattner am Mittwoch auf Anfrage. Es sei eine erfundene Geschichte, in der Jean-Luc Bideau in einer Nebenrolle zu sehen sei. Der Film soll kurz nach dem Festival auch in die Kinos kommen.
Ebenfalls im offiziellen Programm des Festivals vertreten, jedoch ausser Konkurrenz ist Wim Wenders Dokumentarfilm «The soul of a man». In der Cannes-Sektion «Un Certain Regard» wird «September» von Max Färberböck gezeigt. Der Streifen handelt von den Auswirkungen der Anschläge vom 11. September auf den deutschen Alltag.
Mittwoch
23.04.2003