Die Alternative für Deutschland (AfD) hat am 29. November letzten Jahres im deutschen Giessen ihre neue Jugendorganisation gegründet. Der Name: «Generation Deutschland».
Anders als bei der «Jungen Alternative» müssen die Mitglieder hier auch der AfD angehören und sich disziplinarisch der Mutterpartei unterordnen.
Wegen massiver Proteste konnte der Gründungskongress erst verspätet beginnen.
Über die Hauptausgabe der SRF-«Tagesschau» vom gleichen Abend regte sich ein Zuschauer auf. In einer Popularbeschwerde rügte dieser, dass die AfD darin einseitig negativ dargestellt worden sei.
Die neu gegründete Jugendorganisation sei als gesichert rechtsextrem eingestuft und die nachweislich gewaltvollen Proteste aus dem linken bis linksextremen Lager seien als «bunt und friedlich» beschrieben worden.
Darauf sorgte auch die Einschätzung von Deutschland-Korrespondentin Alexandra Gubser von Unmut. Hier zeige eine «wehrhafte Demokratie» Präsenz.
Die Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI) diskutierte den Fall. Die Popularbeschwerde wurde mit 5:4 Stimmen gutgeheissen.
Die UBI kritisierte insbesondere, dass die Anmoderation, der Filmbericht und die Einschätzung der Korrespondentin durchgehend einseitig zu Lasten der AfD informierten, was die freie Meinungsbildung des Publikums verunmöglichte (b.1080).
Die UBI ist eine ausserparlamentarische Kommission des Bundes, die von der Rechtsanwältin und Kommunikationsberaterin Mascha Santschi Kallay präsidiert wird.



