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Dienstag
19.05.2026

Digital

Vorbehalte gegenüber Streaming nehmen ab. Nur noch 22% empfinden es als zu teuer. 2025 waren es noch 27%… (Grafik: Zattoo TV-Streaming-Report 2026)

Vorbehalte gegenüber Streaming nehmen ab. Nur noch 22% empfinden es als zu teuer. 2025 waren es noch 27%… (Grafik: Zattoo TV-Streaming-Report 2026)

Das Internet-TV festigt in der Schweiz seine Führungsrolle: 71% der Haushalte empfangen Fernsehen über das Internet. IPTV bleibt dabei mit 39% (stabil) der wichtigste TV-Empfangsweg, gefolgt von TV-Streaming mit 32% (2025: 32%).

Klassische Wege verlieren weiter leicht an Bedeutung: Kabel sinkt auf 30% (2025: 32%), Satellit auf 9% (2025: 10%). Dies geht aus dem TV-Streaming-Report von Zattoo hervor.

Noch deutlicher zeigt sich der Wandel beim primären Empfangsweg: IPTV steigert sich auf 37 % (2025: 34 %), TV-Streaming liegt bei 29 % (2025: 30 %), Kabel bleibt stabil bei 25%, Satellit fällt auf 4%.

Streaming ist im Alltag fest verankert: YouTube bleibt mit 63% (2025: 65%) das meistgenutzte Online-Videoangebot. Live-TV über das Internet bleibt stabil bei 41%, während Video-on-Demand leicht auf 22% (2025: 24%) und Mediatheken auf 21% (2025: 22%) zurückgehen.

82% der befragten Personen erwarten, auch in fünf Jahren noch Live-TV zu nutzen (2025: 81%).

Und das Smart-TV wird zum zentralen Streaming-Gerät und steigt auf satte 58% in der Nutzung (2025: 53%). Smartphones landen bei 43%, Laptops/PCs (38%) und Tablets (24%) verlieren leicht.

Vorbehalte gegenüber Streaming nehmen ab, heisst es im Zattoo TV-Streaming-Report 2026. Nur noch 22% empfinden es als zu teuer. Ein Jahr zuvor waren es noch 27%. Lediglich 4% nennen die Internetstabilität als Problem (2025: 10%). Gleichzeitig wächst jedoch die Orientierungshürde: 12% nennen die Vielzahl an Apps und Abos als Schwierigkeit.

Streaming wird flexibler genutzt: 27% buchen Abos gezielt nur temporär (2025: 26%). 19% kündigten aus Kostengründen ein Abo (2025: 21%), 53% wechselten danach zu günstigeren Angeboten.

Zattoo-CEO ad interim Tina Rodriguez sagt dazu: «Die zentrale Herausforderung für Nutzerinnen und Nutzer ist heute nicht mehr der Zugang zu Streaming, sondern die Orientierung in einer immer komplexeren App- und Angebotslandschaft.»

Mit anderen Worten: Internet-TV ist in der Schweiz klar etabliert. Während Nutzung und Nachfrage stabil bleiben, verschiebt sich der Markt hin zu flexibleren, kurzfristigeren Streaming-Gewohnheiten und wachsender Plattform-Komplexität.