Beim Verein Medienqualität Schweiz ist die Luft draussen. Auf Ende 2026 wird er aufgelöst. Schuld ist Geldnot.
Die Selbstauflösung beschlossen die Mitglieder am Mittwoch an der Generalversammlung des Vereins unter Präsidentin Caroline Thoma, die als Medienmanagerin für Ringier, Tamedia und die NZZ gearbeitet hat.
Im Vorstand sassen unter anderem Ex-«SonntagsZeitung»-Chefredaktor Andreas Durisch, Agenturgründer Andreas Hugi, Ex-Chefredaktorin von blick.ch Katia Murmann und Medienanwältin Rena Zulauf.
Dem 2014 gegründeten Verein fehlt die Aussicht auf eine langfristige Finanzierung. Auch die Rahmenbedingungen in der Medienbranche hätten sich stark verändert, heisst es auf der Website von Medienqualität Schweiz.
Verschiedene Wege zur Weiterentwicklung und Neupositionierung des Vereins seien geprüft worden. Leider ohne Erfolg, heisst es weiter.
Der Verein betrieb ein «Medienqualitätsranking», das gemeinsam mit universitären Partnerinstituten entwickelt wurde. Für die Ausgabe 2024 wurden 42 Medienmarken und Sendungen der Gattungen Presse, Radio, Fernsehen sowie aus dem Onlinesegment berücksichtigt.
Gerade in Zeiten von Digitalisierung, der Konzentration im Medienmarkt und der grossen Plattform-Giganten bleibe die Frage der Medienqualität gesellschaftlich wichtig.




