Generative KI ist in den Kommunikationsabteilungen von Schweizer Unternehmen praktisch flächendeckend angekommen.
Laut der Trendstudie «Kommunikation in der digitalen Transformation 2026» nutzen 99 Prozent der befragten Kommunikationsverantwortlichen KI-Tools.
Damit ist KI nicht mehr ein Experiment, sondern immer mehr fester Bestandteil der täglichen Arbeit: von der Recherche über die Konzeption bis zur Produktion von Texten und Medien.
Organisatorisch ist das Bild gemäss der Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) weniger eindeutig. Der klassische Newsroom ist demnach nicht zum dominierenden Modell geworden.
Stattdessen würden viele Kommunikationsabteilungen mit Mischformen aus festen Strukturen und flexiblen Funktionen arbeiten. Rund 40 Prozent haben ihre Organisation in den vergangenen zwei Jahren stark verändert, weitere 20 Prozent haben dies vor.
Neben strategischen Überlegungen spielt dabei zunehmend der Kostendruck eine Rolle.
Bei vielen Unternehmen seien die Kommunikationsbudgets gesunken. Produktionskompetenzen und handwerkliche Fertigkeiten verlieren an Gewicht. Wichtiger werden Urteilsfähigkeit, strategische Beratung und Networking.
Auch innerhalb der Unternehmen wächst die Bedeutung der Kommunikation als Beratungspartner. Mehr als 80 Prozent der befragten Chief Communications Officers (CCOs) sehen diese Rolle gegenüber Geschäftsleitungen und Fachbereichen bereits als etabliert an.
Die fünfte Ausgabe der seit 2018 alle zwei Jahre erscheinenden ZHAW-Trendstudie basiert auf einer Befragung von 115 Kommunikationschefs in der Deutschschweiz und zehn Interviews.




