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Mittwoch
27.05.2026

TV / Radio

Geht schon wieder: Urs Hofmann (Bild: zVg)

Geht schon wieder: Urs Hofmann (Bild: zVg)

Bei der Ombudsstelle der Deutschschweizer SRG kommt es zu einem vorzeitigen Wechsel in der Co-Leitung: Urs Hofmann (69) gibt sein Amt per Ende 2026 ab – rund 14 Monate vor Ablauf der ordentlichen Amtsdauer im Februar 2028.

Wie die SRG Deutschschweiz am Mittwoch mitteilte, soll mit dem frühzeitigen Rücktritt eine «gestaffelte und vorausschauende Nachfolge» ermöglicht werden. Hofmann leitet die Ombudsstelle seit März 2024 gemeinsam mit Esther Girsberger (65).

In der Mitteilung wird Hofmann mit den Worten zitiert, das Co-Leitungsmodell habe sich «bewährt» und sei angesichts der Arbeitsbelastung auch künftig notwendig. Eine gestaffelte Amtsübergabe im Hinblick auf die Neubesetzung ab März 2028 erscheine deshalb sinnvoll.

Die Präsidentin des Publikumsrats SRG.D, Esther Bühler, dankte Hofmann für dessen «sorgfältige und engagierte Arbeitsweise».

Der Rechtsanwalt und Notar war von 1999 bis 2009 für die SP im Nationalrat, von 2009 bis 2020 war er Regierungsrat des Kantons Aargau, wo er das Departement für Volkswirtschaft und Inneres leitete.

Die frei werdende Co-Leitungsstelle soll Anfang Juni 2026 mit einem Pensum von 60 bis 80 Prozent öffentlich ausgeschrieben werden. Zuständig für die Wahl ist der Publikumsrat SRG.D.

Die Co-Leitungsstelle (von Girsberger) wird dann im Verlauf des Jahres 2027 ausgeschrieben.

Die Ombudsstelle der SRG SSR behandelt Beanstandungen aus dem Publikum zu Radio-, TV- und Online-Inhalten der SRG. Sie prüft Beschwerden zu journalistischen Sendungen und beurteilt, ob Programmgrundsätze verletzt wurden.

Die Ombudsstelle ist damit eine Art erste Instanz zwischen Publikum und Sendern, bevor Fälle allenfalls an die Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI) weitergezogen werden.

Co-Leiterin Esther Girsberger war zuletzt selber in die Schlagzeilen geraten. Die frühere Journalistin und Kommunikationsberaterin berät unter anderem Patrick Fischer bezüglich seiner öffentlichen Auftritte. Der ehemalige Cheftrainer der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft der Herren wurde wegen eines gefälschten Covid-Zertifikats am 15. April 2026 fristlos entlassen.

Girsbergers Engagement führte zu Diskussionen über mögliche Interessenskonflikte im Zusammenhang mit ihrer Funktion bei der Ombudsstelle.