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Mittwoch
03.06.2026

TV / Radio

Muss umsatteln: Sandro Brotz moderiert die «Arena» am Freitag in einem neuen Format... (Bild: PD SRF)

Muss umsatteln: Sandro Brotz moderiert die «Arena» am Freitag in einem neuen Format... (Bild: PD SRF)

Die für Freitag geplante «Arena» auf SRF zur umstrittenen AKW-Frage findet nicht statt. Nachdem SP, Grüne und GLP ihre Teilnahme verweigert hatten, reagiert die Redaktion gemäss «Blick» mit einem kurzfristigen Themenwechsel. 

Gegenüber dem Klein Report bestätigte Moderator Sandro Brotz die Programmänderung.

Auslöser des Streits war das vorgesehene Podium zur Debatte über die Aufhebung des AKW-Neubauverbots. Auf der Pro-Seite waren SVP-Nationalrat Mike Egger und Mitte-Ständerat Benedikt Würth vorgesehen, auf der Gegenseite Vertreter von SP und Grünen. 

SP-Nationalrat Jon Pult kritisierte das Setting als politisch unausgewogen. Die Mitte-Partei lehne die Aufhebung des Neubauverbots offiziell ab, weshalb Würth als Befürworter die Kräfteverhältnisse verzerrt abbilde. Dieser Einschätzung schlossen sich auch GLP-Präsident Jürg Grossen und Grünen-Fraktionschefin Greta Gysin an.

Die Folge: Die «Arena» verzichtet vorerst auf die AKW-Debatte. Stattdessen setzt Moderator Brotz auf zwei Streitgespräche zu den eidgenössischen Abstimmungsvorlagen vom 14. Juni. «Eine Premiere», wie Brotz am Mittwoch zum Klein Report sagt. Dabei diskutieren Mike Egger und Benedikt Würth über die 10-Millionen-Initiative. Im zweiten Duell treffen SP-Nationalrätin Priska Seiler Graf und FDP-Ständerat Josef Dittli zum neuen Zivildienstgesetz aufeinander. 

SRF weist die Kritik der linken Parteien zur ursprünglichen Besetzung zurück. «Mit der Ankündigung, nicht an der Sendung teilzunehmen, versuchen SP, Grüne und GLP sowohl auf den Zeitpunkt der Ausstrahlung als auch auf die Zusammensetzung der Runde Einfluss zu nehmen», erklärte Redaktionsleiterin Franziska Egli in einer Stellungnahme. «Das ist ein klarer Eingriff in die Medienfreiheit und ein Druckversuch, dem die Redaktion nicht nachgibt.»