Vier von fünf Personen in der Schweiz nutzen inzwischen künstliche Intelligenz. Und es werden immer mehr. Und zwar rasant.
Die KI-Nutzung hat sich seit 2024 von 40% auf 80% verdoppelt, wie der neue «Digimonitor» der Interessengemeinschaft elektronische Medien (Igem) und der Wemf AG für Werbemedienforschung zeigt.
KI wird längst nicht mehr nur für Texte und Übersetzungen eingesetzt: Auch die Suche Einkaufsberatung und E-Learning gehören zu den wichtigen Anwendungsbereichen.
Fast jede dritte Person nutzt KI-Tools bereits täglich. Besonders hoch ist die Verbreitung bei den 15- bis 34-Jährigen. Fast die Hälfte nutzt in dieser Altersliga KI tagtäglich.
Die klassische Suchmaschine bleibt das meistgenutzte Werkzeug im Netz: 98% der internetnutzenden Bevölkerung verwendet sie mindestens gelegentlich, mehr als zwei Drittel täglich.
Gleichzeitig gewinnt KI bei der Suche stark an Bedeutung: Bereits 77% nutzen den KI-Modus in klassischen Suchmaschinen, 57% suchen gezielt über KI-Plattformen.
Damit werden gemäss der am Dienstag veröffentlichten Studie KI-Plattformen häufiger für die Suche genutzt als YouTube (34%) oder Social Media (28%).
Für Produktinformationen bleiben Online-Shops die erste Anlaufstelle: 91% informieren sich dort mindestens gelegentlich über Produkte und Dienstleistungen.
Dahinter etablieren sich KI-Plattformen (39%) bereits auf Augenhöhe mit YouTube (40%) und Social Media (36%) für die Einkaufsberatung.
ChatGPT ist die mit Abstand meistgenutzte KI-Plattform der Schweiz: Zwei Drittel der Bevölkerung (67%, 4,3 Mio. Personen) verwenden den Dienst zumindest gelegentlich, 17% täglich. Keine andere Plattform hat seit 2024 einen vergleichbaren Reichweitenzuwachs erzielt.
Mit deutlichem Abstand folgen Gemini (32%) und Copilot (30%). Weitere Angebote wie Meta AI (13%), Claude und Perplexity (je 10%) sowie Mistral (3%) spielen derzeit eine deutlich kleinere Rolle.
Die Ergebnisse erfassen die internetnutzende Schweizer Bevölkerung im Alter von 15 bis 75 Jahren.



