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Mittwoch
03.06.2026

Medien / Publizistik

Eine gute Woche vor dem Anpfiff zur Fussball-Weltmeisterschaft warnt Reporter ohne Grenzen Schweiz (RSF) die Medienschaffenden vor digitaler Überwachung, Grenzkontrollen und eingeschränkter Pressefreiheit in Mexiko und den USA.

Die US-Grenzbehörden hätten viele Möglichkeiten, um Personen die Einreise zu verweigern oder Reisende gar «vorübergehend in Gewahrsam zu nehmen», heisst es. 

Riskant sei die Arbeit der Medienschaffenden selbst dann, wenn sie über ein gültiges Visum, eine Akkreditierung für die WM und eine ESTA-Einreisegenehmigung verfügen. 

«Medienschaffende sollten ihre Rechte an der Grenze kennen und ihre Redaktionen unbedingt über ihre Reisepläne informieren. Zudem sind Notfallpläne und Absicherungen für den Fall von unvorhergesehenen Befragungen oder gar Inhaftierungen einzurichten», empfiehlt RSF.

Zur digitalen Sicherheit warnt die Journalistenorganisation: «Die US-Behörden etwa können an der Grenze elektronische Geräte kontrollieren, darunter Ihre Smartphones, Laptops und andere Geräte.» Ebenso könnten sie Nachrichten, E-Mails und Aktivitäten in den Sozialen Medien prüfen. 

RSF empfiehlt Medienschaffenden darum, sensible Daten vor der Reise von ihren Geräten zu löschen, sich von nicht benötigten Konten abzumelden und biometrische Authentifizierungsmethoden wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung zu deaktivieren. 

In Mexiko sollten Medienschaffende, die bereits über organisierte Kriminalität, Migration oder Korruption berichtet haben, «zusätzliche Massnahmen zugunsten ihrer Anonymität, für ihre Kommunikation sowie für den Quellenschutz ergreifen», heisst es weiter in den Empfehlungen.

Die Organisation ruft dazu auf, Verstösse gegen die Pressefreiheit während des Turniers zu dokumentieren und zu melden. 

Die USA haben in der aktuellen RSF-Rangliste der Pressefreiheit einen historischen Tiefstand erreicht. Mexiko gehört weiterhin zu den gefährlichsten Ländern für Medienschaffende.