Content:

Dienstag
25.08.2026

Medien / Publizistik

Nutzung elektronischer Medien und Plattformen 2026... (Bild zVg / © Igem)

Nutzung elektronischer Medien und Plattformen 2026... (Bild zVg / © Igem)

Digitale News erreichen die Leute nach wie vor: 93% der Bevölkerung nutzen Nachrichten auf Medien-Websites oder -Apps. Mehr als die Hälfte Tag für Tag. 

Dies zeigt der am Dienstag publizierte «Digimonitor», der von der Interessengemeinschaft elektronische Medien (Igem) und der Wemf AG für Werbemedienforschung erstellt wurde.

Die höchste Reichweite erzielen demnach die News-Angebote privater Medien. Zugleich aber sinkt die Zahlungsbereitschaft für digitale Nachrichtenangebote in allen Bevölkerungsgruppen. Am stärksten in der Romandie, bei Männern und bei jüngeren Personen. 

Bei den 15- bis 34-Jährigen etabliert sich Social Media zunehmend als Nachrichtenkanal: 31% der jüngeren Altersgruppe nutzen sie täglich für Nachrichten zum aktuellen Zeitgeschehen. Für 13% sind soziale Netzwerke die einzige Newsquelle, weitere 19% kombinieren Social Media mit klassischen Medienangeboten, 24% informieren sich ausschliesslich über Medien. 

Auch DOOH (Digital Out of Home) spielt bei der Informationsvermittlung eine Rolle: 70% beachten Nachrichten zum aktuellen Zeitgeschehen auf Bildschirmen, zum Beispiel im Tram oder Bus.

Das gute alte Fernsehen bleibt gemäss Studie zwar breit verankert: 92% der Bevölkerung nutzen TV-Angebote mindestens gelegentlich, 54% schauen täglich in die Flimmerkiste. 

Gleichzeitig steht Streaming vor der Tür: 47% der Bevölkerung streamen täglich TV- oder Videoinhalte. 

YouTube ist mit Abstand die meistgenutzte Video-Plattform und erreicht 80% der Bevölkerung, gefolgt von Play SRF/RTS/RSI respektive Play Suisse (59%). Dicht auf der Ferse: Netflix mit 54%. 

Das stärkste Wachstum der vergangenen drei Jahre verzeichnet Amazon Prime Video, dessen Reichweite von 11% auf 16% gestiegen ist. Bei den weiteren Schweizer Video-Angeboten erreichen blue+ 15%, Zattoo 12%, Joyn 9%, OnePlus 6% und YalloTV 4% der Bevölkerung. 

Das Kino hat nicht ausgedient. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung (56%) war in den vergangenen sechs Monaten im Kino. 

Vor allem die durchdigitalisierten jungen Erwachsenen zieht es vor die Grossleinwand: Bei den 15- bis 34-Jährigen lag die Kinonutzung bei 63%.

Im 3-Jahres-Vergleich zeigt sich die Kinonutzung «insgesamt stabil», so die Studienautoren. 

Über alle Audio-Angebote hinweg werden täglich 80% der Bevölkerung erreicht. Die Nutzung verschiebt sich jedoch weiter von Radio zu Streaming. Der tägliche Radiokonsum ist seit 2024 von 52% auf 45% zurückgegangen. 

Gleichzeitig gewinnt Audiostreaming weiter an Bedeutung: 60% der Bevölkerung hören täglich Musik oder Radio über Streaming-Dienste oder Radio-Webseiten. 

Spotify ist der wichtigste Streaming-Anbieter. Knapp ein Drittel der Spotify-Nutzenden hört die werbefinanzierte Gratisversion.

Und Podcasts werden von 65% der Bevölkerung mindestens gelegentlich genutzt und insbesondere von Personen mittleren Alters sowie in der Deutschschweiz häufig gehört.

Mit 11% täglicher Nutzung bleiben sie jedoch deutlich hinter Radio und Streaming zurück. 

Die Studienresultate bilden die internetnutzende Bevölkerung im Alter von 15 bis 75 Jahren ab.