Der Journalist der Deutschen Welle Alican Uludağ ist am Dienstagachmittag in der Türkei verhaftet und zur Staatsanwaltschaft in Ankara gebracht worden.
Ihm wird «Aufstachelung des Volkes zu Feindseligkeit oder Erniedrigung» und «Verbreitung irreführender Informationen» vorgeworfen.
Uludağ sass bereits von Februar bis Mai in Haft, unter anderem wegen des Vorwurfs der Präsidentenbeleidigung.
Für seine Freilassung hatten sich die Deutsche Welle, verschiedene Journalistenorganisationen und auch die Bundesregierung erfolgreich eingesetzt.
Die erneute Verhaftung von Alican Uludağ sei «der Versuch von Recep Tayyip Erdogans Autokratie, einen kritischen und unabhängigen Journalisten mundtot zu machen», kritisierte der Deutsche Journalisten-Verband am Mittwoch und forderte seine Freilassung.
Alican Uludağ arbeitet für die Deutsche Welle als Gerichtsreporter.



