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Dienstag
04.08.2026

Digital

Brigitte Haas informierte über den Stand (©FL)

Brigitte Haas informierte über den Stand (©FL)

31’000 Datensätze sind aus dem «Verzeichnis wirtschaftlich berechtigter Personen» (VwbP) in Liechtenstein am 30. Juli gestohlen worden. Die Strafverfolgungsbehörden ermitteln.

«Es war ein gezielter Angriff auf hohem technischem Niveau auf eine hochkomplexe Sicherheitsstruktur», teilte am Dienstag die Liechtensteinische Regierung zu einem ersten Hinweis auf ein mögliches Einfallstor des Angriffs mit.

Die Regierung habe als Vorsichtsmassnahme weitere Systeme mit sensiblen Daten vorübergehend vom Netz genommen. Erste Untersuchungen hätten gezeigt, dass der mehrstündige Cyberangriff über ein neu erstelltes Nutzerkonto gelaufen ist. Das Ausmass des Cyberangriffes ist deutlich grösser als bisher bekannt.

Regierungschefin Brigitte Haas sagte vor den Medien am Dienstag: «Wir arbeiten weiter mit Hochdruck an der Aufklärung und den Massnahmen in Folge des kriminellen Cyberangriffs. Ich möchte nochmal darauf hinweisen, dass das VwbP ein Instrument zur Transparenz und Verhinderung von Straftaten ist. Das Verzeichnis haben wir in Abstimmung mit unseren europäischen Partnern und zur Umsetzung der 5. EU-Geldwäscherei-Richtlinie erstellt.»

Der Angriff sei auch ein Angriff auf internationale Compliance-Standards, so die Politikerin.