Der Bundesrat streicht bis 2029 mehr als 60 Stellen in der Öffentlichkeitsarbeit. Unter dem Strich soll der PR-Aufwand der Bundesbehörden um über 20 Prozent reduziert werden.
National- und Ständerat hatten im letzten Dezember entschieden, dass die Ausgaben für die Öffentlichkeitsarbeit von Bundesrat und Bundesverwaltung gegenüber 2024 um 25 Millionen Franken zurückgefahren werden sollen.
Am Mittwoch hat der Bundesrat seine Pläne präsentiert, wie er den Sparentscheid umsetzen will. Demnach sollen die Ausgaben für die Öffentlichkeitsarbeit für die Jahre 2027 bis 2029 um 9 Millionen Franken gekürzt werden.
Zusammen mit weiteren Sparmassnahmen werden die Kosten für die Öffentlichkeitsarbeit gegenüber 2024 um 25 Millionen Franken gesenkt.
«Der Personalbestand wird um über 60 Stellen reduziert», schreibt der Bundesrat am Mittwochmittag.
2024 wendeten die sieben Departemente und die Bundeskanzlei total 105,5 Millionen Franken für PR auf. Das sind 0,7 Prozent des Personal- sowie Sach- und Betriebsaufwands des Bundes.
Gemäss Parlamentsbeschluss soll dieser Aufwand bis 2029 um 25 Millionen Franken reduziert werden. Damit wäre man wieder beim Ausgabenniveau von 2017.
«Fast die Hälfte der in der Staatsrechnung ausgewiesenen Kostensteigerung zwischen 2017 und 2024 ist auf Buchungsanpassungen zurückzuführen und nicht auf eine effektive Kostensteigerung», schreibt der Bundesrat dazu.
Für das laufende Jahr hat der Bundesrat bereits 6,25 Millionen Franken gekürzt. Hinzu kommen zusätzliche Einsparungen von 7 Millionen Franken ab 2027, die auf den Kosteneinsparungen basieren, die 2024 und 2025 in der Staatsrechnung ausgewiesen sind.
«Kumuliert mit den ebenfalls bereits reduzierten Aufwänden für die Öffentlichkeitsarbeit beim Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrs-Fonds (NAF) werden die Kosten der Öffentlichkeitsarbeit damit gegenüber 2024 um 25 Millionen Franken reduziert und so das Gesamtvolumen des Sparauftrages erreicht.»
Neben organisatorischen Umstrukturierungen oder der Zentralisierung von Informationsangeboten soll es in einigen Bereichen auch weniger Content geben, so beispielsweise durch eine Reduktion der Web- und Social-Media-Auftritte.
Der Stellenabbau soll vor allem durch natürliche Fluktuation erfolgen. Entlassungen seien aber «nicht ausgeschlossen», heisst es weiter.




