Seit dem 2. August gelten mit Artikel 50 des «AI Act» der EU neue Transparenzpflichten für KI-generierte Inhalte. Die Berner Kreativagentur Boff hat dazu einen «AI Act Navigator» kreiert.
Das browserbasierte Tool soll Unternehmen in wenigen Minuten aufzeigen, ob und wie sie Bilder, Videos, Audioaufnahmen oder Texte kennzeichnen müssen. Das versprechen jedenfalls die Macher.
Zwar existiert hierzulande kein vergleichbares KI-Gesetz, der «AI Act» der EU kann aber dennoch greifen, wenn die Ergebnisse eines KI-Systems innerhalb der Europäischen Union verwendet werden. Etwa bei Kampagnen für Kunden in EU-Staaten.
Konkret wird geklärt, ob das Unternehmen überhaupt unter den «AI Act» der EU fällt. Dann werden Anwendungen einer Risikoklasse zugeteilt und anschliessend werden die Kennzeichnungspflichten aufgezeigt.
Der Navigator liefert auch Formulierungsbeispiele sowie Hinweise zu Fristen und offizielle EU-Kennzeichnungen. Nach Angaben der Berner Agentur richtet sich das Angebot ausdrücklich auch an Schweizer Unternehmen.
Die Agentur hat den Navigator aus der eigenen Praxis mit generativer KI entwickelt. Sie versteht ihr Angebot als Orientierungshilfe. Eine Rechtsberatung ersetze es aber nicht.



