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Donnerstag
06.02.2003

Die Systemanbieterin Accenture übernimmt den IT-Dienstleister Systor, der sich seit Dezember in Nachlassstundung befindet. Damit erhalten 520 Beschäftigte eine neue Arbeitgeberin, 100 Angestellte werden entlassen. Über den Kaufpreis haben die Partner Stillschweigen beschlossen. Wie Accenture und Systor am Donnerstag weiter mitteilten, hat der neue Besitzer alle Vermögenswerte von Systor übernommen. Dies seien Systor AG und Systor Business Services sowie «Kundenverträge in signifikantem Umfang» und ein grosser Teil der Beschäftigten, sagte Accenture-Sprecher Daniel Frei.

Die Systor hatte zu 98 Prozent der UBS-Tochter UBS Capital gehört und war nach massiven Finanzproblemen und Stellenabbau Anfang Dezember letzten Jahres in Nachlassstundung gegangen. Nicht davon betroffen war die Tochter Systor Business Services. Die UBS ist gleichzeitig Grosskundin von Systor. Die Systor war, im Nachhinein gesehen, an einer zu teuren Akquisition in Deutschland gescheitert. Während des IT-Booms hatte sie den Kauf der deutschen Schumann-Gruppe Anfang 2000 mit einem Kredit eines deutschen Bankenkonsortiums finanziert, diesen aber nicht zurückzahlen können. Die Besitzerin UBS Capital hatte ihr Ende 2001 mit einem weitere Kredit unter die Arme gegriffen, dann aber den Geldhahn zugedreht.